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Katze vermisst – Kira war drei Wochen verschwunden

Warum die Tierkommunikation nicht geholfen hat, sie zu finden


In diesem Blogartikel berichte ich dir von meinen persönlichen Erfahrungen, als unsere Katze Kira im Sommer 2025 drei Wochen lang verschwunden war. Außerdem gebe ich dir noch ein paar Tipps mit, falls du dein Tier selbst gerade vermisst.


Vorab: Ich biete keine Tierkommunikation mit vermissten Tieren mehr an. Du kannst dafür jemanden in diesem Netzwerk suchen.



In diesem Artikel erfährst du:

1. Meine Erfahrungen


Unsere beiden Katzen Kira und Khan sind Freigänger, sie können jederzeit durch die Katzenklappe rein und raus. Je nach Jahreszeit behalten sie dabei meist einen ähnlichen Rhythmus bei, sodass Unregelmäßigkeiten schnell auffallen.


Kira hat am 1.7.2025 nachts um 01:20 Uhr das Haus verlassen und kam dann nicht mehr heim. Als wir aufgestanden sind, war uns schon klar, dass das eher selten ist, aber es kam schon ein oder zweimal vor, dass sie nicht wie sonst zum Frühstück heimkam. Also habe ich mir nicht direkt ultra viele Sorgen gemacht – schließlich bin ich oft etwas überfürsorglich und ängstlich, wenn es um meine Tiere geht und ich wollte mir auch mal angewöhnen, entspannter zu bleiben. Trotzdem bin ich schon ab dem ersten Tag die Gegend abgelaufen, habe sie gesucht und gerufen.


Als sie am nächsten Tag immer noch nicht aufgetaucht ist, habe ich mich mit ihr verbunden und über die Tierkommunikation wahrgenommen, dass alles ok ist. Da war ich erstmal erleichtert. Es fühlte sich so an, als wolle sie mal ein größeres Abenteuer erleben. Auch am zweiten Tag bin ich durchs Viertel spaziert und habe Passanten gefragt, ob sie sie gesehen hätten und ihnen ein Foto gezeigt. Fehlanzeige.


Aber als sie dann am übernächsten Tag immer noch nicht wieder daheim war, begann ich mir richtig Sorgen zu machen. Als ich mich wieder mit ihr verbunden hatte, fühlte es sich schon nicht mehr gut an. Die Hitze würde ihr sehr zu schaffen machen. Wir hatten in der ersten Juliwoche immer über 30 Grad, um die Mittagszeit teilweise bis 38 Grad. Sie versicherte mir aber, dass sie heimkommen wollte und würde, also nicht weggelaufen ist, um sich ein neues Zuhause zu suchen oder so, wie es manchmal bei Katzen der Fall ist. Irgendwas dabei war aber nicht stimmig. Das war der Moment in dem ich langsam aber sicher in den „Panikmodus und blinden Aktionismus“ wechselte.


Was ich gemacht habe / was du auch tun kannst, wenn dein Tier vermisst wird:


  • Wir haben sie bei Tasso vermisst gemeldet

  • Wir haben über 1.000 Flyer drucken lassen und sie in jeden Briefkasten im Umkreis eingeworfen und zusätzlich in Cafés, Restaurants und Bäckern in der Umgebung aufgehängt (wenn man lieb fragt, sind sie da offen für)

  • Wir haben unsere Tierarztpraxis in der Nähe informiert und dort auch einen Aushang gemacht

  • Ich habe in Tierheimen nachgefragt und bei der Stadt (Ordnungsamt / Bauhof / Straßenmeisterei) ob es Tierfunde gab

  • Wir haben Suchanfragen in den lokalen „Tiere vermisst“- und „Tierhilfe“-Facebook-Gruppen gestellt. Da war ich wirklich von der Anteilnahme und den Hilfsangeboten positiv überrascht

  • Ich habe einen neuen Instagram-Account gegründet und die Beiträge im Umkreis beworben, sodass ich dort zeitweise bis zu 60.000 Aufrufe hatte – ich habe also für viel Aufmerksamkeit gesorgt

  • Ein Tipp, den ich leider erst zu spät bekommen habe, ist, einen Pettrailer zu engagieren, also einen Suchspürhund, das geht aber nur in den ersten bis zu 14 Tagen. Google da gern mal, ob es jemanden in der Nähe bei dir gibt oder frage auch weiter entfernte Pettrailer an


In jeder freien Minute bin ich Hinweisen nachgegangen, es kamen tatsächlich täglich welche rein.


 

Ich glaube jeder Tierfreund kann sich vorstellen, dass ich schon nach kurzer Zeit nervlich nicht mehr ganz auf der Höhe war. Das ist für mich ein absoluter Not- und Ausnahmezustand gewesen.


Wenn ich mich in der ganzen Zeit mal mit Kira verbinden wollte, hat es nicht mehr gut geklappt. Ich spürte nur, dass es ihr nicht gut ging, mehr nicht. Einmal fühlte es sich sogar so an, als wäre sie „gar nicht mehr richtig da“ und ich hatte Angst, dass sie bereits gestorben ist und ihren Körper verlassen hätte. Im Nachhinein erkläre ich mir das so, dass sie durch den Hunger wahrscheinlich schon wie im Delirium war.


Da ich mich selbst nicht mehr wirklich dazu in der Lage gefühlt habe, eine gute Tierkommunikation hinzubekommen, habe ich natürlich auch Kolleginnen um Hilfe gebeten und auch meine Auszubildenden bei der Dogtisch Academy durften üben.


Bei einer Tierkommunikatorin war es wirklich erstaunlich, wie genau die Ortsbeschreibung war, die sie von Kira empfangen hatte und der lag nur ca. 1,5 km entfernt. Ich habe mir da natürlich große Hoffnungen gemacht, aber leider habe ich sie dort nicht gefunden.


Zwei Tierkommunikatorinnen haben wahrgenommen, dass Kira bei fremden Menschen, zwei Frauen, eingesperrt wäre.


Zwei andere haben wahrgenommen, dass Kira bereits verstorben wäre.


Ich sage euch, wie es ist, die Zeit war der absolute Horror für mich, mein schlimmster Albtraum.

Ich habe nie aufgehört zu suchen, nie aufgegeben.


Nach genau drei Wochen ist sie früh morgens einfach wieder durch die Klappe reingekommen, mit ganz lautem Maunzkonzert. Sie war stark abgemagert und schwach, hatte riesige Pupillen und wirkte verwirrt und lethargisch, wie im Delirium. Außerdem hatte sie eine Verletzung am Bein, die aber schon etwas älter war. Für mich war dadurch klar, dass sie eingesperrt gewesen sein muss, wahrscheinlich in einem Keller, Gartenhaus oder im Kleingartenverein bei uns in der Nähe. Die drei Wochen Abwesenheit sprechen auch dafür, finde ich, wahrscheinlich waren die Leute im Urlaub.




Die erste Mahlzeit ging fast direkt hinten wieder raus. Es hat eine Woche gedauert, bis ihre Verdauung wieder einigermaßen funktioniert hat.

Beim Tierarzt-Check war alles in Ordnung soweit, sie hat eine Aufbau-/Vitamin-Spritze bekommen und prophylaktisch eine Antibiotika-Spritze. Die Wunde am Bein war auch nicht schlimm.


Da Kira zu schwach war, um die Treppe hoch ins Schlafzimmer zu laufen, habe ich die Woche unten auf dem Sofa bei ihr verbracht. Sie hat immer die Nähe gesucht, meistens lag immer meine Hand auf ihr drauf oder sie hat sich auf mich unter die Decke gekuschelt.


Generell hat sie – trotz Hochsommer – auch viel Wärme gebraucht, weswegen wir auch noch schnell eine Heizmatte besorgt haben.


In diesem Zusammenhang habe ich auch das nicht so hochwertige Futter von Purina One Sensitive Huhn mit Karotte gekauft, weil ich mir von dem enthaltenen Zucker und der Soße, die sie gern schlabbert, erhofft habe, dass sie schnell wieder zu Kräften kommt. Spezielle Aufbau-Präparate (Recovery) hat sie leider nicht angenommen.


Nach zehn Tagen war sie wieder fit und ist auch wieder im Haus rumgeflitzt. Da wollte sie dann auch wieder raus. Ich sag’s euch, das hat mir emotional nochmal einiges abverlangt. Thema Loslassen und Vertrauen hoch zehn.

Irgendeine Lösung musste da her, da es auch ein bisschen umständlich wurde, Khan immer manuell rein- und rauszulassen. Für ihn war diese Zeit auch nicht einfach. Wenn ich Kira draußen gesucht und gerufen habe, ist er oft mitgekommen und hat auch mit gerufen / miaut.

Als Kira dann da war und wir die beiden ein bisschen separiert hatten, damit Kira ihre Ruhe hat zum Erholen (Khan wollte gerne wieder fangen spielen) fand er das natürlich auch nicht so toll.


Hat ein Nachbarskind vorbeigebracht - mir sind dabei erstmal die Tränen gekommen 💖
Hat ein Nachbarskind vorbeigebracht - mir sind dabei erstmal die Tränen gekommen 💖

Jedenfalls war uns schon klar, dass Kira irgendwann wieder raus wollen würde und so haben wir uns in der Zeit auch bereits mit GPS-Trackern auseinandergesetzt.

Da Kira eher klein und zierlich ist, wollten wir einen möglichst leichten und kleinen Tracker haben. Wir haben uns dann für den von Pawfit entschieden.

Als er ankam und wir ihn Kira angelegt haben, fand sie das natürlich ziemlich doof. Wir haben das eine Weile beobachtet, um auch festzustellen, ob wir das Halsband evtl. etwas enger machen müssen. Einmal hat sie sich nämlich beim Versuch, sich das auszuziehen mit dem Unterkiefer drunter verhakt und das Band hat sich nicht von selbst gelöst. Nachdem wir die richtige Einstellung gefunden hatten und sie sich einigermaßen daran gewöhnt hatte, ging es nun also wieder raus. Meine Nerven!


Kira hat schnell wieder zu ihrem alten Rhythmus zurückgefunden, das hat mich sehr beruhigt.


Durch den GPS-Tracker konnte ich sie auch jederzeit orten. Wir hatten ihr den tatsächlich aber auch nicht immer angelegt, sondern wollten nur herausfinden, wo sie sich oft rumtreibt, also wo ihr Revier ist, sodass wir sie im Notfall gezielter suchen können. Das hat uns geholfen.


Jetzt können wir das einfach alle paar Wochen mal checken, ob sich ihr Revier verändert und gut ist.




2. Warum mir die Tierkommunikation nicht geholfen hat?


Tierkommunikation basiert auf Gedanken und Gefühlen. Meine waren in der Zeit so in Aufruhr, dass ich es nicht geschafft habe, mich dafür genügend zu entspannen. Meine Ängste haben mich komplett im Griff gehabt und blockiert.

Warum hat es dann aber auch nicht mit den anderen TierkommunikatorInnen geklappt?


Tiere nehmen die Umgebung anders wahr, als wir. Sie können keine Straßenschilder lesen. Wenn sie den Weg beschreiben, den sie zurückgelegt haben und dabei von Häusern, Büschen oder einer Wiese berichten, hilft das auch nicht besonders viel, wenn da nicht noch besondere Auffälligkeiten genannt werden.


Als ich selbst noch Tierkommunikation für vermisste Tiere angeboten hatte, habe ich mal ein Haus ganz deutlich gesehen, konnte viele Details beschreiben und dass ein rosa Fahrrad vor dem Eingang stand. Die Klienten hatte das Haus dann tatsächlich ein paar Straßen weiter in der Nachbarschaft gefunden – aber ihre Katze war nicht dort. Vielleicht ist sie nur daran vorbeigegangen.


Die Tierkommunikation mit vermissten Tieren ist wirklich sehr schwierig. Gerade wenn du fühlst, dass es den Tieren nicht gut geht und sie eigentlich Hilfe bräuchten, wie es bei Kira der Fall war. Nach drei Wochen Hunger ist es für mich nicht mehr schwer nachzuvollziehen, warum es sich bei der Verbindung mit ihr manchmal so angefühlt hat, als wäre sie schon gar nicht mehr richtig da.


Zusammenfassend gibt es folgende Herausforderungen bei der Tierkommunikation mit vermissten Tieren:

  • Die Tiere empfinden dabei manchmal starke Emotionen, sind gestresst, stehen eventuell unter Schock oder sind verwirrt. Diese Gefühle können die Klarheit der empfangenen Botschaft beeinträchtigen.

  • Tiere und Menschen nehmen ihre Umgebung unterschiedlich wahr. Es ist daher eher unwahrscheinlich, genaue Ortsangaben oder Straßennamen vom Tier zu erfahren. Die Bilder, Geräusche oder Gerüche, die bei der Tierkommunikation empfangen werden, können lediglich eine Hilfestellung sein.

  • Tiere haben auch ein anderes Gefühl für Größenangaben und Entfernungen als wir und vermischen auch mal die Zeiten (Vergangenheit & Gegenwart).

  • Auch ist zu bedenken, dass Tiere eigenständige Wesen sind und ihren eigenen Willen haben. Es kann vorkommen, dass sich z. B. Katzen ganz bewusst ein neues Zuhause suchen oder ein größeres Abenteuer erleben wollen und ihnen nicht klar ist, dass sich ihre Menschen Sorgen machen. Eine Katze hat mir beispielsweise einmal erzählt, dass es andere Menschen gebe, die ihre Gesellschaft nun dringender bräuchten.




3. Meine Learnings


Ich habe mich in den drei Wochen komplett verausgabt. Im Nachhinein denke ich, wenn ich mir mal eine richtige Pause gegönnt und wirklich versucht hätte mich zu entspannen und mein Nervensystem zu beruhigen, hätte ich intuitiv vielleicht doch noch ein paar hilfreiche Impulse bekommen können. Ich habe viel „im Außen“ getan, obwohl ich vielleicht auch etwas „im Inneren“ hätte erreichen können.


Ich habe übrigens in der Zeit auch mein Krafttier um Unterstützung gebeten. Das waren seine Botschaften:


"Wir hier wissen auch nicht alles, können auch nicht alles (vorher-)sehen. Wir können alles nur aus einer anderen Perspektive betrachten. Wenn alles schon feststehen würde, würde ich dir auch die Lottozahlen sagen. [...] Du kannst sie nicht wiederfinden, so lange die Zeit nicht gekommen ist. Du kannst es nicht erzwingen. [...]  Du kannst die Vorbereitungen treffen, Maßnahmen ergreifen, die Weichen stellen. Aber hier ist mehr als deine eigene Seele beteiligt, also liegt es nicht allein an dir. Alles muss sich zusammenfügen, einzelne Fäden zu einem Teppich gewoben werden. Sie kommt zurück. Vertraue. Auf die ein oder andere Weise."


Der letzte Satz hat mich dabei natürlich auch nicht gerade beruhigt! 🙈

 

Ein großes Lernfeld ist für mich, emotional nicht komplett dicht zu machen, wenn es mir zu viel ist und ich überfordert bin. Auch dazu hatten mein Krafttier und Kira etwas zu sagen:


Mein Krafttier: "Ich kann dir nicht helfen, wenn du zumachst. Bleib offen, damit ich auch durch dich wirken kann, sonst geht es nicht."


Kira: "Wenn ich Hilfe brauche, werde ich diese Hilfe auch bekommen - früher oder später. Du kannst nichts mehr tun. Halte nicht fest. [...] Lass es fließen, vertraue. Glaube nicht, dass du alles verstehst. [...] Finde Halt in dir. Nicht im Außen suchen, sondern im Innen. Dort bin ich, dort werde ich immer sein. In deinem Herzen."


Zu diesem Zweck habe ich eine kleine Meditation aufgenommen mit den Worten, die ich in dieser Zeit selbst gerne gehört und gebraucht hätte. Ob ich sie auch hätte annehmen können, steht auf einem anderen Blatt...


Du findest die Meditation hier:




Falls du dein Tier gerade vermisst, wünsche ich euch ganz viel Kraft und von Herzen alles Liebe und Glück dieser Welt!



Hat dir der Blogbeitrag geholfen?

Alles Liebe

Sabrina

 
 
 

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