Reiki-Systeme im Vergleich
- 21. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Aug.
Japanisches und westliches USUI-Reiki, Kundalini-Reiki, Blessing Reiki
In diesem Blogbeitrag erfährst du die Unterschiede zwischen den verschiedenen Reiki-Stilen. Außerdem zeige ich dir, wie du selbst sehr einfach Reiki lernen und damit starten kannst.
In diesem Artikel erfährst du:

1. Reiki Grundlagen
Reiki kommt ursprünglich aus Japan und das Wort besteht aus zwei Schriftzeichen bzw. Kanji:
霊 (Rei) = Geist, Seele oder universell und 気 (Ki) = Lebenskraft oder Energie
Reiki bzw. Heilenergie allgemein wird auch als die universelle Lebensenergie bezeichnet.
Verbindet man sich bewusst mit ihr, so ist eine Stärkung der Selbstheilungskräfte möglich.
Man kann sich das in etwa so vorstellen, als wären in der universellen Lebensenergie nicht nur die Kraft für Entwicklung und Veränderung enthalten, sondern auch das Wissen darum, also all die Informationen, die dafür benötigt werden.
Wobei kann Reiki helfen?
Stärkung der Selbstheilungskräfte
Entspannung, Regeneration, tieferer Schlaf, geistige Klarheit und mehr Konzentration
Aktivierung innerer Verarbeitungsprozesse (z.B. in Form von auftauchenden Gefühlen und Erinnerungen, Träumen, Verdauung etc.)
Anregung des Energieflusses im Körper und Lösen von Blockaden
Mögliche Schmerzlinderung
"Die Kraft, die den Körper erschaffen hat, ist auch fähig, den Körper zu heilen.“ - Joe Dispenzae Dispenza
Was sind die Grenzen von Reiki?
Kein Ersatz für Schulmedizin, Ärzte, Therapeuten und Medikamente, sondern hilfreiche Ergänzung
Bei Reiki werden keine Diagnosen gestellt
Es gibt kein Heilversprechen
Reiki nur mit Erlaubnis senden, sonst Grenzüberschreitung (auch bei Tieren)
Wie kann sich Reiki anfühlen?
· Wärmegefühl
· Kühle / Kälte
· Kribbeln
· Wellen
· Gefühl zu schweben
· Gefühl von Berührung
· Bilder oder Farben wahrnehmen
· Gedankenblitze haben
· Emotionen kommen hoch
· „Aufgeladen werden“
· Müde werden
· Augenlidflattern
· Nichts
Wie sich eine Reiki Session anfühlt, sagt nichts darüber aus, wie gut sie wirkt.
Wenn du mehr über die Grundlagen energetischer Heilarbeit erfahren möchtest, empfehle ich dir meinen ausführlichen Blogbeitrag "Reiki, Geistiges Heilen und Trance Healing - wie funktioniert Energieheilung?".
2. Reiki-Stile im Vergleich
Reiki wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Mikao Usui entdeckt und zuerst gelehrt. Seine Schüler entwickelten Reiki weiter und ließen mehr oder weniger eigene Ergänzungen mit einfließen.
Eine seiner Schülerinnen, Hawayo Takata, brachte Reiki in den 1930er-Jahren nach Hawaii und später in die USA. Von dort aus entwickelte sich Reiki im 20. Jahrhundert zu einer weltweit verbreiteten Form der Energiearbeit mit verschiedenen Stilrichtungen und Schulen.
Obwohl alle Systeme mit der universellen Lebensenergie arbeiten, unterscheiden sie sich deutlich in Schwerpunkt, Praxis und spirituellem Verständnis.
Es gibt also kaum mehr „das eine ursprüngliche Reiki“ nach Usui.
Hier siehst du einen kleinen Einblick, wie sich Reiki im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Japanisches Reiki – Der Bewusstseinsweg
Das japanische Reiki, wie es beispielsweise in Komyo ReikiDo gelehrt wird, orientiert sich eng an den ursprünglichen Lehren von Mikao Usui.
Im Mittelpunkt stehen Meditation, Achtsamkeit, Atemtechniken und die fünf Lebensregeln (Gokai). Reiki wird hier weniger als Technik zur Behandlung anderer verstanden, sondern als spiritueller Schulungsweg zur eigenen Bewusstseinsentwicklung.
Der Fokus liegt auf innerer Haltung und kontinuierlicher Praxis.
Charakteristisch für japanisches Reiki:
Fokus auf Selbstpraxis
Schulung der Wahrnehmung (Byosen)
Schlichte, traditionsnahe Ausbildung

Westliches Reiki – Das strukturierte Behandlungssystem
Durch Hawayo Takata verbreitete sich Reiki im 20. Jahrhundert im Westen und entwickelte eine stärker systematisierte Form.
Typisch sind feste Handpositionen, klar aufgebaute Behandlungsabläufe und eine Einteilung der Ausbildung in Grade (1–3/Meister).
Häufig wird beschrieben, dass die Energie über das Kronenchakra einströmt und über die Hände weitergegeben wird. Hier steht vor allem die energetische Behandlung im Vordergrund und es wird mit Symbolen gearbeitet.
Typische Merkmale:
Energie fließt über das Kronenchakra
Weitergabe über Handauflegen
Präsenzbehandlungen auf der Liege
Standardisierte Seminarstruktur

Kundalini Reiki – Die Energieaktivierung
Kundalini Reiki wurde in den 1990er-Jahren von Ole Gabrielsen entwickelt.
Im Zentrum steht die Aktivierung der Kundalini-Energie im Bereich des Wurzelchakras, die entlang der Wirbelsäule aufsteigt und Transformationsprozesse anregen soll.
Das System ist meist einfacher aufgebaut, arbeitet mit weniger Symbolen und kürzeren Einstimmungen. Der Fokus liegt auf energetischer Öffnung und Aktivierung.
Charakteristisch für Kundalini Reiki:
Fokus auf Energieaktivierung
Weniger Symbole und Rituale
Vereinfachte Einstimmungen
Starke Betonung des energetischen Aufstiegs

Blessing Reiki – Der Weg der Herzöffnung
Blessing Reiki verbindet Elemente aus westlichem Reiki und Kundalini Reiki. Die universelle Lebensenergie wird gleichzeitig über Wurzel- und Kronenchakra aktiviert, wobei dabei die bewusste Öffnung und Aktivierung des Herzchakras im Mittelpunkt steht.
Anders als in klassischen Reiki-Systemen wird die Energie nicht primär über die Hände, sondern über die Stimme geleitet. Dadurch eignet sich Blessing Reiki besonders für Fernsitzungen.
Zudem spielt die Zusammenarbeit mit einem Reiki Spirit, also bspw. Geistführer oder Krafttier, eine zentrale Rolle.
Typische Merkmale:
Reiki fließt durch Stimme
Fokus auf Fernsitzungen
Verbindung mit der Geistigen Welt
Energie fließt durch Kronen- und Wurzelchakra

Ob stiller Übungsweg, strukturierte Heilmethode, energetische Transformation oder herzbasierte Fernarbeit – jedes System spricht unterschiedliche Bedürfnisse und Persönlichkeiten an.
Hat dir der Blogbeitrag gefallen?
Ich freue mich auf dein Feedback 😊
Sabrina



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